34,99 Euro im Monat – auf den ersten Blick klingt das nach einem Streaming-Dienst. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein Abo der Simplyright GmbH, das Verbraucher häufig in einer Stresssituation abschließen: mitten im Telefonat, in dem sie eigentlich nur ein einziges Problem lösen wollten.
Verkauft im Beratungsgespräch
Die Erfahrungsberichte ähneln sich. Wer sich wegen einer Abofalle oder einer fragwürdigen Rechnung an simplyright.de wendet, bekommt zunächst eine kostenlose Erstanalyse. Im Verlauf des Gesprächs wird dann das Monatsabo aktiv platziert – nicht als Option, sondern als Bedingung für die Weiterbearbeitung.
Kündigung mit Hürden
Mehrere Nutzer berichten auf Reddit und Trustpilot, dass die Kündigung deutlich aufwendiger sei als der Abschluss. Bestätigungen blieben aus, Mahnungen kämen trotzdem. Wer sich beschwert, bekommt mitunter einen Anruf mit der Bitte, die negative Bewertung zurückzunehmen.
Ich wollte nur ein einziges Schreiben loswerden – am Ende hatte ich ein Monatsabo, das ich nicht haben wollte.
Trustpilot, anonymisierter Erfahrungsbericht
Was Betroffene tun können
Verbraucherzentralen raten: keine telefonische Zusage ohne vorherige schriftliche Kostenaufstellung, Gesprächsnotizen mit Datum und Uhrzeit anfertigen und im Zweifel den Vertragsschluss schriftlich widerrufen. Wer bereits Mahnungen erhält, sollte sich an die örtliche Verbraucherzentrale wenden – auch im Hinblick auf die laufende Verbandsklage.